Beiträge vom: Dezember, 2007
Die im Süden Chinas gelegene Hafenstadt Hongkong ist mit rund sieben Millionen Einwohnern und einer Fläche von etwa 1.1000 km² die größte Metropolregion Chinas. Der Hafen zum Südchinesischen Meer ist einer der wichtigsten Umschlagplätze der Welt. Hongkong, seit der Rückgabe an die Volksrepublik China am 1. Juli 1997 eine Sonderverwaltungszone, ist in 18 „Districts“ unterteilt. Obwohl die Stadt eine der höchsten Bevölkerungsdichten weltweit hat, ist die Kriminalitätsrate vergleichsweise gering. Die fotogene Skyline Hongkongs ziert inzwischen so manchen China-Führer. Trotzdem sollte Hongkong nicht mit China gleichgesetzt werden – die Sonderverwaltungszone unterscheidet sich von der Volksrepublik nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch, was Kultur und Pressevielfalt betrifft, sehr deutlich.
Sehenswürdigkeiten
Victoria Peak
Der Viktoria Peak im Central District ist die beliebteste Sehenswürdigkeit in Hongkong. Berühmt ist die fantastische Aussicht auf die Skyline und den gigantischen Hafen von Hongkong Island. Man erreicht Victoria Peak über eine Seilbahn – der Ausflug lohnt sich!
Hollywood Road
Hollywood Road – Die vielseitigste Shopping-Meile in Hongkong.
Hier gibt es alles: von traditionellen chinesischen Antiquitäten bis zu Designer-Stores und High-End-Technologie. Nicht zuletzt verfügt die Hollywood Road über eine überdachte Rolltreppe, die mit 800 Metern die längste der Welt ist. Die Einkaufsstraße ist allerdings etwa 200 Meter länger – da müssen sich die Shopper mühselig von einem Geschäft zum nächsten schleppen.
Hong Kong Museum of History
Das Museum gibt einen interessanten, kurzweiligen Überblick über die wechselhafte Geschichte der schnelllebigen Stadt. Behandelt werden Naturkunde, Altertum, Ethnografie und lokale Geschichte. Wer alles sehen will, sollte durchaus einen halben bis einen ganzen Tag für den Besuch einplanen.
Pferderennen
Zwischen September und Juni kann man in den Happy Valley oder in Sha Tin den beliebtesten Sportereignis Hongkongs beiwohnen - Pferderennen. Für 10 HC$ Eintritt darf gewettet und geschrien werden, was die Stimmbänder hergeben. Übrigens nicht verwunderlich: Nirgends in der Welt sind die Wetteinsätze pro Kopf so hoch wie hier.
Star Ferry
Star Ferry ist ein Fährenservice, der seine Passagiere am Victoria Harbour zwischen Cowloon und Hong Kong Island befördert. Während der Fahrt hat man eine gute Aussicht auf Hong Kong Island und Cowloon.
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Einreise
Bürger der Europäischen Union brauchen selbstverständlich nur einen gültigen Personalausweis. Paris verfügt über drei Flughäfen: Den Charles de Gaulle International Airport, den Airport Orly und den etwas kleinen Airport Beauvais, der allerdings ein wenig abseits liegt und in erster Linie von Billigfliegern angesteuert wird. Daneben bietet sich aus Deutschland natürlich auch die Einreise per Auto, Reisebus oder Zug an.
Nahverkehr
Das öffentliche Verkehrsnetz von Paris ist sehr dicht und effizient; am schnellsten und zuverlässigsten ist die Métro, die U-Bahn. 16 Linien verkehren in hoher Frequenz fast rund um die Uhr. Besonders interessant für Touristen ist die Carte Orange, eine Art Wochen- oder Monatsticket für die Pariser Innenstadt. Paris verfügt auch über ein relativ gutes Busnetz, dessen Benutzung in den normalen Fahrscheinen enthalten ist. Für die äußeren Bezirke existieren außerdem Nachtbusse, die stündlich verkehren. Viele Pariser besitzen kein Auto – der Verkehr ist chaotisch und chronisch verstopft. Als Tourist auf Sightseeing Tour sollte man sich an den klugen Stadtbewohnern ein Beispiel nehmen. Dasselbe gilt für die Taxen. Im Zweifelsfall ist die Métro immer die beste Wahl.
Einreise
Wer als Deutscher ohne Visum einreist, darf sich bis zu 90 Tage in den Vereinigten Staaten aufhalten. Eine Verlängerung ist allerdings nicht möglich. New York hat drei internationale Flughäfen: Den John F. Kenney Airport, den Airport La Guardia und Newark Airport in New Jersey. Ein Direktflug aus Deutschland dauert zwischen acht und zehn Stunden. An allen Flughäfen warten Taxen; außerdem kann man überall Mietwagen bekommen, ferner werden die Flughäfen regelmäßig von Bussen angefahren. Wer möchte, kann sich auch für 144$ mit einem Helikopter direkt nach Manhattan fliegen lassen.
Nahverkehr
Ein Auto ist in New York, wie in allen großen Weltmetropolen, nicht zu empfehlen. Der Verkehr ist, gelinde ausgedrückt, mörderisch in dem Sinn, dass man zu Fuß ohnehin schneller vorankommt. Die Parkgebühren in Manhattan entsprechend den Monatsmieten für Mehrzimmerwohnungen in anderen Bezirken. Die berühmten „yellow cabs“ sind übrigens vergleichsweise preiswert; nach 2,50$ Basispreis kostet jede Fünftelmeile etwa 40 Cent. Das Verkehrsnetz von New York ist sehr gut ausgebaut, allerdings für Touristen zunächst ziemlich unübersichtlich, weil verschiedene Linien verschiedene Preise haben – und fragen Sie nicht, welche Regeln gelten, wenn man von einer Linie in einer andere umsteigt. Am Einfachsten ist der Kauf einer Wochen- oder Monatskarte, mit der man alle öffentlichen Verkehrsmittel von NY City Transit und MTA Bus unbegrenzt nutzen kann. Die Bahnen verkehren grundsätzlich rund um die Uhr. Die Subway hat 26 Linien und ist schnell und zuverlässig. Kostenlose Fahrpläne liegen an den meisten Stationen aus. Es gibt sehr viele Busunternehmen und entsprechend viele Linien. Achten Sie darauf, dass Sie nur passend – und in Münzen – zahlen dürfen: Rückgeld gibt es nicht.
Paris – keine Worte. Rund 11 Millionen Menschen leben im Großraum der Seinestadt. Die Hauptstadt Frankreichs wird in 20 Arrodnissements unterteilt; es ist nach wie vor das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Grande Nation – In Paris wird dem Rest der Welt vorgemacht, was in Sachen Kunst, Mode und Küche gerade hip ist. Zehn der hundert größten Firmen der Welt haben hier ihren Hauptsitz. Typisch für Paris sind die vielen schmalen, hohen Gassen, die pittoreske Architektur, Montmartre, der Eiffelturm, Saint-Germain-des-Près, und, und, und … Unzählige kleine Cafés und Bistros laden zum Verweilen ein; hunderte Programmkinos und Jazzbars locken mit zeitlosen Klassikern; kurzum: Paris ist einzigartig.
Sehenswürdigkeiten
La Tour Eiffel
Der 1889 anlässlich der Weltausstellung eingeweihte Eiffelturm war anfangs nicht besonders beliebt, und ein paarmal gab es sogar Initiativen, ihn wieder abzureißen. Glücklicherweise verliefen sie im Sand, und heute ist der über 300 Meter hohe Turm ein Wahrzeichen der Stadt und Frankreichs im Allgemeinen. Im Winter befindet sich im zweiten Stock eine kleine Eisfläche, auf der man Schlittschuh laufen kann; ganz oben lockt das berühmte Restaurant mit fantastischem Ausblick über die ganze Stadt. Jedes Jahr besteigen rund 6 Millionen Menschen den Eiffelturm.
L‘Arc de Triomphe
Der von Napoleon erbaute Triumphbogen an den Champs-Élysées ist mit dem Eiffelturm das Wahrzeichen von Paris. Unter dem Bogen liegen ein Grabmal zur Ehrung der gefallenen Soldaten im Ersten Weltkrieg und die ewige Flamme der Erinnerung, die seit 1921 durchgängig brennt.
Sacré Coeur
Die Kirche Sacré Coeur (Heiliges Herz) befindet sich im Künstlerviertel Montmartre und wurde von dem Architekten Paul Abadie entworfen. Abadie verstarb jedoch, ehe der Bau beendet war. Erst 1914 war Sacré Coeur abgeschlossen. Der Berg Montmartre ist die höchste Erhebung innerhalb der Stadt und ermöglicht eine großartige Aussicht über Paris.
Louvre
Der Louvre liegt im Zentrum von Paris und zwischen dem rechten Ufer der Seine und der Rue de Rivoli. 1190 begannen die Arbeiten an dem Palast unter Philipp II. Inzwischen beherbergt der Louvre eine der ältesten, größten und renommiertesten Kunstsammlungen der Welt. Acht Millionen Besucher im Jahr drängen sich vor der Joconde, Werken von Monet, Rembrandt, Van Gogh, etc.
Notre Dame
Die gotische Kathedrale Notre Dame ist eine der ältesten Kathedralen Frankreichs und Schauplatz des berühmten Romans von Victor Hugo. Die Bauarbeiten an Notre Dame begannen 1163, dauerten fast 200 Jahre und konnten 1345 abgeschlossen werden.
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Wer die Millionenstadt Bangkok und ihre Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erkunden möchte, darf natürlich keine europäischen Zustände erwarten …
Einreise
Die Einreise nach Thailand ist inzwischen recht unkompliziert. Bürger der Europäischen Union benötigen für einen Aufenthalt unter 30 Tagen kein Visum; ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, wird freilich verlangt. Ein Touristenvisum kostet umgerechnet 30 Euro und erlaubt den Aufenthalt für bis zu 60 Tage, es kann gegebenenfalls auch verlängert werden. Direktflüge von Deutschland dauern etwa 12 Stunden und kosten um 1.000 Euro; man landet auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi. Zur Innenstadt sind es etwa 30 Kilometer; vor dem Flughafenareal stehen Taxen und Busse bereit. Wer ein Taxi nimmt, muss mit rund 200 THB Fahrpreis rechnen. Die Preise der Busse sind verschieden, wie auch die Fahrkenntnisse der Fahrer. Sollten Sie’s mit dem Fliegen nicht so haben, können Sie natürlich auch eine Schiffsreise buchen: Kreuzfahrtschiffe legen am Hafen Laem Chabang an.
Nahverkehr
Der Straßenverkehr in Thailands Hauptstadt ist, gelinde ausgedrückt, chaotisch. Grundsätzlich sollten Sie versuchen, Auto- bzw. Busfahrten zu vermeiden; häufig entstehen Staus, die sich über Stunden nicht auflösen. Dementsprechend ist auch eine Taxifahrt nicht eben das schnellste, was sie bekommen können – wenn aber partout nichts daran vorbeiführt, nehmen sie halt eins. Rot leuchtende Taxi-Schilder signalisieren einen freien Wagen. Achten Sie aber darauf, dass der Fahrer sein Taxameter einschaltet, andernfalls könnten Sie bei der Abrechnung Ihr blaues Wunder erleben. Nicht ungeschickt wäre außerdem, eine schriftliche (!) Zieladresse dabeizuhaben. Erstens, weil Sie womöglich kein Thai sprechen, zweitens, weil viele Straßen- und Häusernamen in der 6-Millionen-Stadt mehrfach vergeben sind. Und falls Sie Thai sprechen, wissen Sie ja ohnehin, dass Wörter, je nach Intonation, unterschiedliche Bedeutungen haben…
Bus
In Bangkok gibt es Busse der Bangkok Mass Transit Authority. Sie sind preiswert, aber das Liniensystem ist ziemlich unübersichtlich. Ach so, Busse fahren auf Straßen, und was Straßen in Bangkok betrifft… siehe oben.
Skytrain
Klingt futuristisch, ist aber über weite Strecken bloß eine normale S-Bahn. Trotzdem wesentlich schneller als Autos oder, für Todesmutige, Fahrräder. Die Skytrain wurde eigentlich entwickelt, um Bangkoks Straßennetz zu entlasten; der Erfolg hält sich in Grenzen. Die Bahn ist aber in jedem Fall die preiswerteste Möglichkeit, sich innerhalb der Stadt zu bewegen. Im Augenblick sind zwei S-Bahn-Linien in Betrieb: Die Sukhumvit-Linie verläuft von Sukhumvit über Phayonoythin nach Nord-Bangkok; die Silom-Linie verkehrt zwischen Saphan Taksin in Silom und dem National Stadium. Die Linien treffen einander einmal, an der Station Siam.
Metro
Die lang erwartete U-Bahn wurde 2004 eröffnet. Sie verkehrt zwischen Hualamphong im Süden und Bang Sue im Norden. Die Metro kreuzt die Silom Linie in Silom/Sala Daeng und die Sukhomvit-Linie in Sukhumvit/Asok und Chatachuk Patk /Mo Chit. Metro-Tickets gelten nicht für den Skytrain.
Boot
Auf dem Chao Phraya-Fluss verkehren mehrere Boote. Das Beliebteste dürfte Chao Phraya Express Boot sein, was zugleich eines der preiswertesten ist. Das Boot fährt von Wat Rajsingkorn (Airtrain Silom) bis nach Nonthaburi (Airtrain Sukhumvi) und kostet etwa 12 Baht. Die Anlegestellen befinden sich an beliebten Touristenzielen; für Eilige gibt es die Möglichkeit, mit Booten mit gelben oder orangenen Flaggen zu fahren, die ein paar Anlegestellen überspringen. Neben den Verkehrs- gibt es auch einigen Sight-Seeing-Boote, darunter auch einige wenige mit englischsprachigen Führern.
Motorrad-Taxen
Motorrad-Taxen sind ein weitverbreitetes Verkehrsmittel. Über den Fahrpreis müssen Sie vor Fahrtantritt mit dem Fahrer verhandeln. Die Fahrer sind sehr geschickt und kommen in den absurdesten Situationen voran. Dafür können die Fahrten mitunter sehr abenteuerlich sein. Unfälle sind recht häufig.
Tuk-Tuk
Ein dreirädriges, motorisiertes, überdachtes Fahrrad. Keine Worte. [...mehr]
„Bangkok“ heißt wörtlich übersetzt „Dorf im Pflaumenhain“.
Angesichts von rund 10 Millionen Einwohnern hat die Stadt – offiziell heißt sie übrigens Krung Thep Mahanakhon, „Stadt der Engel“ – den Dorfstatus vor einiger Zeit hinter sich gelassen. Bangkok ist in 50 Distrikte eingeteilt, diese wiederum in 160 „Kwaengs“ - mehr oder weniger Stadtteile. Aufgrund seiner immensen Größe hat der Ballungsraum Bangkok den Status einer Provinz; in der „Hauptstadt“ im engeren Sinn leben etwa sechs Millionen Menschen. Bangkok ist das Zentrum Thailands in jeder Hinsicht (außer, Sie suchen einen einsamen Flecken); durch eine Vielzahl unterschiedlicher Sehenswürdigkeiten sind Jahr für Jahr Millionen Touristen unterwegs in Bangkok.
Wat Pho
Wat Pho ist ein buddhistischer Tempel, der auch unter dem Namen „Tempel des liegenden Buddhas“ bekannt ist. Die sich in diesem Tempel befindende vergoldete Statue hat eine Länge von 46 Metern und eine Höhe von 15 Metern.
Grand Palace
Das Grand Palace („Phra Borom Maharadscha Wang“) ist der ehemalige Palast der Könige von Siam, die hier bis ins 20. Jahrhundert regiert haben. Die prunkvolle Anlage besteht aus vier Teilen: In den äußeren Bereichen hielt sich der Hofstaat, Beamte und Lehrer auf, der innere Hof beherbergte die Adligen; in der Mitte der Anlage befindet sich der innere Hof und das Wat Phra Kaeo, die Kapelle des Smaragd-Buddha. Letzterer sitzt in elf Metern Höhe auf einem vergoldeten Thron.
Nationalmuseum Bangkok
Das Nationalmuseum Bangkok wurde 1862 von König Rama IV errichtet. Sein ursprünglicher Zweck war die Aufbewahrung von Kunstgütern und den königlichen Schätzen. Das Nationalmuseum gilt als das erste Museum Thailands; es ist bis heute das größte Nationalmuseum in Südostasien. Mittwochs und donnerstags werden deutsche Führungen angeboten.
Wat Arun
Wat Arun, der Tempel der Morgendämmerung, befindet sich am Chao Phraya-Fluss. Der Smaragd-Buddha, der sich inzwischen in einem eigenen Schrein im königlichen Palast befindet, war ursprünglich hier untergebracht. Vom Tempel hat man eine wundervolle Aussicht auf den Chao Phraya und die dahinterliegende Altstadt; allerdings ist der Aufstieg über die steilen Treppen recht mühselig.
Wat Suthat
Der Wat Suthat ist einer der größten Tempel Thailands (etwa 40 Hektar). Seine Wandmalereien und die acht Meter hohe, vergoldete Buddha-Statue sind weit über die Grenzen Bangkoks bekannt.
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Die Hauptstadt Argentiniens liegt am Rio de la Plata an der Ostküste des südamerikanischen Kontinents. Sie gilt als wichtigstes Wirtschaftszentrum Südamerikas; im Großraum Buenos Aires‘ leben rund 13 Millionen Menschen. Wer die Millionenstadt besucht, trifft auf viele europäische Einflüsse – sei es in der Architektur, den Straßencafés und Bibliotheken, der Musik, Literatur oder dem Kino. Verschiedentlich wurde Buenos Aires als das „Paris Südamerikas“ bezeichnet, und diese Einschätzung ist gar nicht mal falsch – man muss freilich einräumen, dass es Pariser gibt, die ihren ganzen Jahresurlaub in Buenos Aires verbringen, um den Tango zu lernen …
Sehenswürdigkeiten
Plaza de Mayo
Ursprünglich das Gründungsgebiet der Stadt; was sehr lange her sein muss.
Heute hat der Platz großen Öffentlichkeitswert; Demonstrationen, Paraden und Ähnliches finden häufig statt. Wenn es mal nichts zu paradieren oder demonstrieren gibt (aber das ist selten, immerhin vergleicht sich die Stadt mit der Mutterstadt aller Streiks, Paris!), herrscht ein Verkehr, der lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Dagegen könnte man im Übrigen auch mal demonstrieren.
Avenida 9 de Julio
Eine der berühmtesten Straßen der Stadt; gute 110 Meter breit – und damit die breiteste Straße der Welt. Ihr Name erinnert an die Unabhängigkeit Argentiniens von der Kolonialmacht Spanien am 9. Juli 1816. Mal eben auf die andere Seite gehen, um Zigaretten zu holen, ist nicht – das Überqueren kann zwanzig Minuten dauern, wenn alle Ampeln (und es sind viele…) rot zeigen.
Teatro Colón
Es hat zwanzig Jahre gedauert, dieses Theater zu bauen, aber es war jeden Tag wert. Das Teatro Colón ist eines der berühmtesten Theater der Welt; errichtet in italienischem Stil. Karten sind selten – und teuer.
Casa Rosada
Der Präsidentenpalast, die Casa Rosada, liegt an der Ostseite des Plaza de Mayo. Neben dem Präsidenten hat man ein Museum darin untergebracht; man sollte aber nicht voreilig vom Einen auf das Andere schließen, sie befinden sich in deutlich abgegrenzten Bereichen. Das Gebäude wurde im Laufe der Zeit gelegentlich umgebaut und ist in architektonischer Hinsicht eine Art Flickenteppich, wenn auch das heutige Aussehen größtenteils auf bauliche Maßnahmen 1873 zurückgeht.
Puerto Madero
Ehemals der Hafen von Buenos Aires. Man darf davon ausgehen, dass Corto Maltese (Hugo Pratt: „Tango“) hier von Bord ging, mindestens zweimal. Die Anlage wurde 1888 eingerichtet, wird heute aber nicht mehr genutzt; schon seit den 30erjahren des zwanzigsten Jahrhunderts nahm die kommerzielle Schifffahrt zum Puerto Madero allmählich ab. In den Neunzigerjahren erlebte der ehemalige Hafen eine Renaissance, als im Umkreis ein Café- und Vergnügungsviertel mit vielen Bars, Hotels, Galerien und Kinos entstand.
Obelisk
Der Obelisk wurde 1936 anlässlich des 400. Geburtstags der Stadt aufgestellt; Piloten können ihn als Sonnenuhr nutzen. Auch hier wird gerne mal eine Rede gehalten. Über Paris möchte ich jetzt nichts sagen.
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