Beiträge vom: Februar, 2008


Autor: Yvonne

Sao Paulo Innenstadt © flickr / Jeff BelmonteSie ist die größte Stadt Brasiliens: São Paulo ist dennoch weltweit weniger bekannt und beliebt als die Hauptstadt Rio de Janeiro. Diese hat mit dem berühmten Karneval und den assoziierten Klischees dem Touristen und Südamerika- Interessieren einfach mehr zu bieten.

Dabei ist schon die Entstehungsgeschichte von São Paulo ungewöhnlich: 1554 wurde die Stadt von Jesuiten gegründet. Für die nächsten zweihundert Jahre existierte das Nest in relativer Bedeutungslosigkeit. 1711 wurde ihm aufgrund günstiger strategischer Lage das Stadtrecht verliehen. Dieser langen Isolation vom Rest Brasiliens folgte eine plötzliche Phase der Zuwanderung und des Booms, als ab 1880 klar wurde, dass das Umland perfekt für den Kaffee- Anbau geeignet war.

Sao Paulo Sonnenuntergang © flickr / .Tatiana.Nachdem sich São Paulo also gut dreihundert Jahre durch Landwirtschaft selbst ernährt und ansonsten ein beschauliches Dasein geführt hatte, wuchsen plötzlich die Kaffee- Plantagen aus dem Boden. Mit ihnen kamen massenhaft italienische Arbeiter und neue Einwohner in den Landkreis.

Um 1920 war die Stadt die führende Industrieregion von Brasilien. Ein erneuter drastischer Wechsel in der ökonomischen Ausrichtung zeichnete sich vor ein paar Jahren ab: Heutzutage ist São Paulo nämlich die führende brasilianische Dienstleistungs- Metropole, die Industrie indes verliert immer mehr an Bedeutung.

Sao Paulo Innenstadt in der Sonne © flickr / .Tatiana.

Aus dem dreihundert Jahre stillen Dörfchen ist in den letzten 150 Jahren eine Wirtschafts- Metropole geworden, die sich stets nach dem gerade vorherrschenden globalen Klima auszurichten scheint. Klar, dass eine derartig starke Orientierung am Markt ihre Schattenseiten mit sich bringt. Dem Neuling bietet sich das Bild eines Molochs, in welchem die Unterschiede zwischen Arm und Reich extrem und sinnlose Gewaltverbrechen an der Tagesordnung sind.

Sturm über Sao Paulo © flickr / Fabiano & GabrielDie Favelas, São Paulos Armenviertel, sind für die Bürger der Ort geworden, an dem sich die Ursache allen Übels zusammenballt: Die Einwanderer und armen Leute werden oft als krimineller und mordener Haufen dargestellt. So entsteht eine Atmosphäre gegenseitiger Angst, gerade weil der Kontrast zu den Szenebezirken der Stadt so groß ist.

Sao Paulo Wohnbezirk © flickr / .Tatiana.Abseits vom schlechten Image hat São Paulo kulturell einiges zu bieten: Die multikulturelle Zusammensetzung der Bürger schafft ein fruchtbares Klima für Künstler aller Art, in den Theatern finden viele Premieren und Uraufführungen statt. Restaurants, Bars und Clubs – in den richtigen Vierteln ist das Nightlife unheimlich aufregend.

Auch die Andersartigkeit der Stadt ist ein Anreiz, denn São Paulo ist sicherlich die am wenigsten brasilianische Stadt Brasiliens. Hier zu wohnen ist schwieriger als beispielsweise in New York oder London, aber für einen Urlaub bietet sich dieser Ballungsraum verschiedener Kulturen und Temperamente allemal an.




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Autor: Yvonne

Zusammenfassend über Berlin zu schreiben ist nicht ganz einfach. Schließlich lebt die Metropole, mit zuletzt 2006 gezählten 3,5 Millionen Einwohnern die größte in Deutschland, unter anderem von ihrem Ruf der Unberechenbarkeit.

Berlin Alexanderplatz Weltuhr © flickr / superbezZuerst zur Struktur: Betrachtet man die Karte Berlins, die Sehenswürdigkeiten und Hotspots, so sticht eins sofort ins Auge: Mühsam verkettete Dezentralisierung.

Die Teilung der Hauptstadt bis 1990 in West- und Ostberlin, die zehn Jahre bis 2000, in denen sich die Stadtteile mühsam annäherten, die Bauprojekte und Probleme des neuen Jahrtausends – diese Transformationen trafen auf eine Stadt, die sich ursprünglich aus um Havel und Spree verstreuten Dörfern entwickelt hat.

Natürlich ist im internationalen Vergleich die dezentrale Anlage gerade von Hauptstädten nichts Ungewöhnliches, in Deutschland aber ist das eins von den Merkmalen, die so gar nicht zur sonstigen Norm passen wollen.

Was sich auf struktureller Ebene zeigt, setzt sich in kultureller Hinsicht fort. Verschiedene Zentren für verschiedene Menschen verschiedener Herkunft. Zehlendorf, Charlottenburg, Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Neukölln, Wedding, Mitte: Wer an einem Tag all diese Bezirke durchwandert, wird das Gefühl nicht los, mindestens drei verschiedene Städte gesehen zu haben. Mit insgesamt 14 solcher Bezirke bietet sich die Stadt einem Neuling zuerst verschlossen.

Wo soll man hingehen um nichts zu verpassen? Welcher Bezirk ist „in“, welcher ist langweilig? Als Antwort bietet sich eineBerlin Kreuzberg Straßenfest © flickr / by Alexbip ausgelutschte Klausel, die jedoch am Besten weiterhelfen wird: Es liegt am Besucher selbst. Natürlich kommt das vor allem daher, dass sich hier so viel Spielraum bietet dass selbst Leute, die seit 10 Jahren hier leben, noch nicht behaupten können wirklich alles gesehen zu haben. Natürlich ist Berlin nicht die Selbstfindungsmetropole, als die sie gern propagiert wird. Und natürlich liegt der Charme der Stadt nicht für alle gleichermaßen offen.

Charme ist aber das, womit die Berlin- Fans gerne liebäugeln. Das Gefühl sei hier anders, eine tolle Stadt. Komischerweise wird auch gerade die Direktheit der Berliner als Grund angeführt, warum es sich hier besser anfühle als in Restdeutschland.

Berlin Potsdamer Platz bei Nacht © flickr / extranoise

Berlin ist keine Stadt der Architekten, obschon es an Sehenswürdigkeiten in Berlin nicht mangelt. Der Reichstag, die Opern unter den Linden, der Dom, das Brandenburger Tor, Funk- und Fernsehturm, alles Dinge, die man in den ersten Tagen besuchen wird.

Erinnern wird man sich bei optimalem Verlauf eines Berlin- Besuches hoffentlich an anderes: Woran genau, liegt zum Glück am Besucher selbst…




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Autor: Yvonne

Wer Japan besucht, kommt um Tokio nicht herum. Diese Stadt ist ein unbedingtes Muss, steht sie doch für das moderne Japan wie keine andere. Im Großraum Tokio leben knapp 35 Millionen Menschen und man kann sich leicht vorstellen, dass diese Metropole im wahrsten Sinne des Wortes nie schläft. Am besten man beginnt also seinen Rundgang in der Stadt mit einem guten frühstück im Tokyo-Tower, von dem aus man einen guten Blick über die City hat. Die Skyline ist atemberaubend und sucht ihresgleichen. Ebenfalls sollte man sich einen Besuch des Nationalmuseums nicht entgehen lassen und auch seine vielen Theater, für die Tokio bekannt ist, sind einen Abstecher wert. Wählen kann man beispielsweise zwischen dem Opernhaus, dem Tokyo Globe Theatre oder dem Kabuki-za-Theater. Wer sich lieber handfesteren Genüssen hingibt, der kann in Tokio shoppen gehen nach Lust und Laune. Die Stadt ist berühmt für ihre kreativen Modeschöpfer. Japaner selber machen eine Visite ihrer Hauptstadt ohnehin zu einem äußerst angenehmen und visuell herausragenden Erlebnis: höflich und hilfsbereit, die jüngere Generation zugleich aber sehr progressive gestylt, empfangen sie den westlichen Besucher. Für Kulturliebhaber ist der Besuch des Sensoji in Asakusa und des Taito, des ältesten und bekanntesten Tempels in Tokio, Pflicht. Und die zahlreichen Parks bieten nach einem anstrengenden Stadtrundgang bei gutem Wetter angenehme Anlaufpunkt zur Entspannung. Viel Spaß in Tokio!




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Autor: Yvonne

Eine der größten Metropolen dieser Erde ist ohne Zweifel Mexico-City. Rund 8,7 Millionen Menschen nennen die Stadt ihr Zuhause. Ursache für das extreme Wachstum der Stadt sind die hohen Geburtenraten sowie die ständigen Zuwanderung aus den ländlichen Regionen des Landes.

Mexico City - Palacio de Bellas Artes

Mexico-City ist das urbane Zentrum von Mexico. Um die Stadt in ihren Dimensionen zu begreifen, muss man sich verdeutlichen, dass hier das wirtschaftliche und kulturelle Herz des Landes schlägt. Kaum eine andere Stadt in Süd- oder Mittelamerika bildet ein derartiges Zentrum für ihr eigenes Land. Negativer Aspekt dieser Ballung ist die stetige Zuwanderung – weil nirgendwo anders die Wirtschaft und die damit verbundenen Arbeitsplätze derart gebündelt sind, versuchen jedes Jahr Tausende ihr Glück in der Stadt.




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