Beiträge vom: März, 2008


Autor: Yvonne

Tempel in Ulan Bator flickr©yeowatzup

Das Land in Zentralasien, das genau zwischen den beiden Großmächten Russland und China gelegen ist, wird aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit mit Ignoranz seitens der Deutschen bestraft, dabei ist das Land für Trekking-Touristen gefragt. Auch die Hauptstadt Ulan Bator hat mehr zu bieten, als man zunächst vermuten könnte. Mit etwas mehr als einer Million Einwohner leben hier fast die Hälfte aller Bewohner des Landes, das nach Grönland das dünnbesiedelte Land der Welt ist.

Beim Besuch von Ulan Bator muss man sich immer warm anziehen, denn mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von -2 Grad ist sie die kälteste Hauptstadt der Welt. Ursache hierfür ist die geographische Lage, denn die Stadt liegt in einer Höhewertvolle Skulpturen aus Ulan Bator flickr©yeowatzup von 1.350 Meter am Fuße des Berges Bogd Khan Uul und ist dem kalten kontinentalen Klima permanent ausgesetzt. Wenn man sich dieser Tatsache bewusst ist und sich dementsprechend darauf einstellt, erwartet den Besucher in Ulan Bator eine Mischung aus Jahrhunderte alter Kultur und sozialistischer Siedlungspolitik.

Das touristische Zentrum ist der Süchbaatar-Platz im Zentrum. Von hier aus kann man wunderbar die sehenswerten Bauwerke von Ulan Bator erkunden, wie das Gadan-Kloster. Das größte Kloster der Mongolei stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und stand lange Zeit im Zentrum politischer Unruhen. Das Naturkundemuseum sowie das Nationale Historische Museum beschäftigen sich ausgiebig mit der Geschichte des Landes. Dank seiner bewegten Geschichte sind gerade diese beiden Museen ein lohnenswertes Ziel für Besucher der Stadt. Dank des friedlichen politischen Umbruchs wurden in der Mongolei nicht permanent negative News produziert, stattdessen 1992raue Landschaft im Umland von Ulan Bator flickr©yeowatzup eine Verfassung eingeführt, die sich an der der Bundesrepublik und Frankreich orientiert. Diesen Wandel hin zur Demokratie findet sich auch in der Architektur der Stadt wieder, die statt der sozialistischen Einheitsbauten jetzt auch mit architektonischen Highlights aufwarten kann.

Wer ein wenig die Vorurteile über Bord wirft, wird in Ulan Bator eine wunderschöne Zeit erleben. Reist man zudem noch in der Zeit des Volksfestes Naadam an, wird man auch zahlreiche andere Aspekte und Menschen des Landes kennenlernen.    [...mehr]



Autor: Yvonne

Montreal Downtown wikipedia©Diliff

Montreal ist eine der schönsten Städte Kanadas und als wirtschaftlicher Standort für das Land kaum ersetzbar. Gelegen ist die Stadt am Berg Mont Royal auf der Insel Île de Montréal, woraus aus sich auch gleich die Namensgebung erschließt. Der Mont Royal ist mit seinen 233 Metern nicht sonderlich hoch, prägt aber das Stadtbild wie kaum ein anderes natürlich Phänomen, denn in Montreal gibt es nur ein Auf und Ab.

Bis ins Jahr 1535 besiedelten nordamerikanische Indianerstämme das Land auf der Île de Montréal. In jenem Jahr aber gelangte der französische Entdecker Jacques Cartier zur Insel während er den Sank-Lorentz-Strom untersuchte. Er vermutete Gold in dieser Region, musste aber recht schnell erkennen, dass dies vergebliche Mühe war. Montreal selbst wurde am 17. Skt. Joesph Oratorium ©wikipediaMai 1642 unter der Führung von Paul Chomedey gegründete, weil man einen Umschlagplatz für die Waren aus dem Landesinneren und den Häfen an der Atlantikküste benötigte. Der florierende Pelzhandel und die im 19. Jahrhundert einsetzende Industrialisierung machten Montreal zu einem wirtschaftlichen Zentrum in Kanada.

In Montreal selbst leben rund 1,6 Millionen Menschen, nimmt aber das gesamte Ballungsgebiet hinzu, steigert sich diese Zahl auf über 3,7 Millionen. Damit wäre die Hauptstadt der Provinz Quebec die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt und dies, obwohl 20 Prozent der Einwohner englischsprachig sind. Der Hafen, Port de Montréal, ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die Schiffe auf dem Weg zu den großen Seen oder demMontreal im Winter flickr©colros Sankt-Lorentz-Golf. Noch immer fungiert die Stadt als Schnittstelle zwischen dem Landesinneren und den Atlantikstädten.

Dank seiner herausragenden Stellung im nordamerikanischen Raum war Montreal schon Gastgeber der Weltausstellung (1967) und der Olympischen Spiele (1976). Wer sich einen optimalen Überblick über die Stadt verschaffen möchte, sollte den hiesigen Hausberg, den Mont Royal, inmitten des Zentrums aufsuchen. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend, einerseits die moderne Metropole von Downtown, andererseits die historische Altstadt – eine faszinierende Mischung. Der Mont Royal ist zudem auch gleich der beliebteste Treffpunkt der Einwohner, wo man sich in den Sommermonaten zum Picknick, zum Ballspielen und Spazierengehen trifft.

Selbstverständlich hat Montreal auch zahlreiche kulturelle Städten zu bieten, die es sich aufzusuchen lohnt. Besonders angenehm ist die unaufgeregt seiner Bewohner, die wohltuend die Ankunft von Fremden zur Kenntnis nehmen, ohne sie gleich mit typischen Touristenempfangsgebärden wieder zu verjagen. Auf diese Weise kann man die Stadt für sich selbst entdecken.    [...mehr]



Autor: Yvonne

Tower Bridge ©wikipedia

Wenn man die Menschen auf der Straße nach Weltstädten fragt, fallen garantiert immer zwei Namen – New York und London. Kein Wunder, mit etwas mehr als 7,5 Millionen Einwohnern und unzähligen imposanten Bauwerken gehört die britische Hauptstadt zu den faszinierendsten Metropolen dieser Erde und zu den beliebtesten Zielen bei Städtereisen.

Die Siedlung am Ufer der Themse ist vermutlich römischen Ursprungs. Die Stadt Londinium erlangte schon im 2. Jahrhundert den Status als Hauptstadt Britaniens. Während des frühen Mittelalters unter der Eroberung der Angeln und Sachsen verlor London etwas an Bedeutung, die sie aber unter der normannischen Herrschaft recht schnell wiedererlangte. Das traurigste Kapitel London schrieb das 17. Jahrhunderte, als die mit 700.000 Einwohnern größte Stadt des Mittelalters zunächst von der Pest 1665/66 mit 70.000 Toten und der Große Brand von 1666 mit 13.000 zerstörten Häusern Stadtzentrum ©wikipediaheimgesucht wurde. Am 18. Jahrhundert begann der Aufstieg zur Millionenmetropole, die mit acht Millionen Einwohnern 1960 seinen Höhepunkt fand.

Aber die Attraktivität London ergibt sich aus den faszinierenden Bauwerken und Sehenswürdigkeiten wie die Tower Bridge, Buckingham Palace, Kensington Palace, Saint Paul’s Cathedral und Westminster Abbey. Hinzu kommen wunderschöne Parks, kilometerlange Einkaufsstraßen, gigantische Fußballstadien und schier endloser Verkehr.

Zudem erscheint London immer als multikulturelle Gesellschaft. Ähnlich wie New York scheint die gesamte Welt ihre Vertreter in die britische Hauptstadt entsandt zu haben. Die Straßen sind derart belebt, dass die Zeit als etwas unfassbar Wertvolles erscheint. Einen großen Einfluss auf die Stimmung der in der Öffentlichkeit haben die Medien und das Königshaus. Beides in Kombination sind eine tödliche Mischung, die das öffentliche Leben in London ständig in Atem halten.

Die genauen Details zu London würden ganze Buchbände füllen, aber wir wollen in gezielten Abschnitten einen Blick darauf werfen.

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Autor: Yvonne

Kathedrale Almudena flickr©Siemar

Stolz ist eine herausragende Eigenschaft der Spanier und ganz besonders stolz sind die Einwohner der Iberischen Halbinsel auf ihre Hauptstadt Madrid. Die nach London und Berlin drittgrößte Metropole in der Europäischen Gemeinschaft ist aufgrund der exponierten geographischen Lage das Herz Spaniens.

Rund 3,4 Millionen Madrilenen lieben die faszinierende Mischung aus historischen und futuristischen Bauwerken. Neben den beindruckenden Palästen, Kirchen und Plätzen aus den vergangenen Jahrhundert gibt es in Madrid noch die Gebäude Palacio Real von Madrid flickr©Aditza121der modernen Finanzwelt mit ihrer futuristischen Architektur, die die Besucher der Stadt nie vergessen lassen, dass man sich im 21. Jahrhundert befindet. Zu leicht kann man angesichts des Palacio Real, dem Königspalast, dem Retiro Park und der Catedral de Nuestra Senora de la Almudena die Moderne vergessen.

Der Palacio Real, der ganz in Weiß strahlende königliche Palast, befindet sich mitten im Herzen der Stadt. Der Palast wurde im Auftrag vom Bourbonenkönig Felipe V. errichtet. Dieser war ein Enkel des Sonnenkönigs Ludwig XIV. und wollte mit dem Bau des Palacio seinen berühmten Ahnen und seinem Schloss von Versailles in den Schatten stellen. Nach knapp drei Jahrzehnten erhob sich ein prächtiger Palastbau, der stark von den Einflüssen seiner italienischen Architekten geprägt war. Der Palast dient längst nicht mehr der königlichen Familie als Wohnsitz, nur zu offiziellen Anlässen lädt König Juan Carlos seine Gäste in den Prachtbau.

Palacio Real von Madrid flickr©puroticorico

Der Parque del Buen Retiro ist ohne Zweifel der schönste Park der spanischen Hauptstadt. Die grüne Lunge inmitten des Zentrums von Madrid wird an sonnigen und warmen Tagen von Joggern, Fitness-Cracks, Leseratten, Sonnenanbetern, Innraum der Kathedrale Almudena flickr©Miguel RebolloMusiker und Frischverliebten angesteuert. Der Lieblingspark der Madrilenen spiegelt die bunte Mischung an Menschen wieder, die in der spanischen Metropole beheimatet sind.

Die im neogotischen Stil erbaute Catedral de Nuestra Senora befindet sich gegenüber des Palacio Real, womit das geistliche und das weltliche Zentrum Madrids harmonisch beieinander liegen. Glaubt man den Überlieferungen der Bewohner wurde die Kathedrale an jenem Ort errichtet, wo man das einst verschollen geglaubte Bildnis der heiligen Jungfrau wieder gefunden hatte. Das noch recht junge Gotteshaus wurde von Papst Johannes Paul II. 1993 eingeweiht und gilt seither als Pilgerort für viele Gläubige.

Weitere wunderbare Sehenswürdigkeiten Madrids werden wir in Zukunft bestimmt näher vorstellen.



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