Beiträge vom: April, 2008
Obwohl Alexander der Große die berühmteste seiner Namen tragenden Städte lebendig zu Gesicht bekommen hatte, entwickelte sich die Metropole in Ägypten im Norden Afrikas im Laufe der Jahrhunderte äußerst prächtig.
Bereits vor der Stadtgründung durch Alexander den Großen lebten Menschen am Nil-Delta, aber erst mit der Legitimation durch den Heerführer schienen die Menschen das Stadtgebiet an Attraktivität gewonnen zu haben. Die Legende, wonach die Gebeine Alexanders hier irgendwo begraben liegen sollen, nährte die Berühmtheit von Alexandria. Eigentlich wollte Alexander das so mystische Land militärisch vor den Syrern und
seinem Heer einen Meereszugang sichern, dass hieraus eine lebendige Metropole mit über drei Millionen Einwohnern entwickeln würde, hätte er vermutlich niemals erwartet.
Die Bibliothek von Alexandria ist heute ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen, dabei unterläuft vielen Besuchern der Stadt jener verhängnisvolle Fehler, dass es sich hierbei um die berühmte Bibliothek handele. Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahr 2002 und steht nur symbolische für das antike Vorbild, das einst mit über 700.000 Schriftrollen die
größte Bibliothek der Welt gewesen war. Gelehrte wie Euklid oder Ptolemäus waren Schüler der berühmten Alexandrinischen Schule, die auf den Schriften der Bibliothek basierten. In welcher Zeit sie kriegerischen Handlungen zum Opfer fiel, ist bei Historikern umstritten.
Die Stadt selbst ist ein wahres Denkmal der Kulturgeschichte, so kann man Gebäude aus fast allen Epochen der Stadtgeschichte finden. Moscheen, antike Theater und Kultstätten, schöne Parks, Museen und andere Sehenswürdigkeiten bestimmen das Stadtbild. Ein Aufenthalt in Alexandria bedeutet den Eintritt in eine völlig andere Welt.
Übrigens ist Alexandria auch ein beliebter Ausgangspunkt für Nilwanderungen oder Nilkreuzfahrten. [...mehr]
Wenn man an Köln denkt, fallen einem gleich zwei prägnante Dinge ein – der Kölner Karneval und der Kölner Dom. Beide haben in der Rheinmetropole eine lange Tradition und sind so den markantesten Erkennungsmerkmalen geworden.
Ob man es glauben mag oder nicht, aber in Köln leben inzwischen knapp eine Million Menschen. Die wirtschaftliche
Entwicklung vor allem in der Medienwirtschaft hat Köln zu einem attraktiven Standort für den modernen Dienstleistungssektor gemacht. Zwar resultiert daraus auch, dass es immer mehr Singles Wohnungen in Köln existieren, aber das ist den Stadtentwicklern relativ egal. Die Mischung aus Vergangenheit und Moderne in einem ausgewogenen Gleichgewicht ist die Zielstellung. Attraktive Bauten in der Kölner Altstadt oder der Kölner Dom sollen für die kommenden Generationen bewahrt werden und moderne Geschäftszentren als Wirtschaftsstandorte entstehen. Zwar wird diese Entwicklung nicht überall begrüßt, weil viele Menschen ihre Häuser verkaufen mussten, wenn sie der neuzeitlichen Entwicklung im Weg standen, aber letztendlich wird es immer Debatten und Opfer geben.
Dank dieses Fortschrittes ist Köln um einige Sehenswürdigkeiten reicher geworden, die bei einem Besuch der Stadt auf der Tagesordnung stehen sollten. Insbesondere der Mediapark erfreut sich Touristen einer wachsenden Beliebtheit.
Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche interessante Museen und Bauwerke, die man unbedingt gesehen haben sollte. Lässt sich dann auch noch der Aufenthalt mit dem Karneval in Einklang bringen, erlebt man Köln wie lebt und feiert. [...mehr]
Dhaka, die Hauptstadt des Staates Bangladesch wird den wenigsten Menschen hierzulande ein Begriff sein und wenn, würde man die Stadt kaum mit dem Begriff „Millionenstadt“ in Verbindung bringen. Dieser grundsätzliche Irrtum kann an dieser Stelle behoben werden, denn in Dhaka leben direkt in der Stadt etwas mehr als sechs Millionen Menschen. Zählt man die Peripherie der Stadt hinzu, kommt man sogar auf eine Summe von über elf Millionen Einwohnern.
Einzelne Statistiken weisen Dhaka sogar als 11-größte urbane Agglomeration aus, deren Bevölkerung im Jahr 2015 auf über 15 Millionen steigt. Allerdings kann das Wachstum der Stadt dem rasanten Anstieg der Bevölkerung keinesfalls Schritt halten, was wiederum dazu führt, dass immer mehr Slums entstehen. Von dieser Armut sind knapp 35 Prozent aller Einwohner Dhakas betroffen, die über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von unter 400 Euro verfügen können. Dhaka, das genauso wie das gesamte Land von den jährlich wiederkehrenden Monsunen heimgesucht, gilt für viele Menschen der Landbevölkerung als letzter Ausweg, um der Verarmung zu entgehen.
Nun darf man sich Dhaka nicht nur als verarmte Stadt ohne Sehenswürdigkeiten vorstellen. Die Stadt kann schließlich auf eine Geschichte zurückblicken, die im 10. Jahrhundert ihren Anfang fand. Zur Zeit der britischen Herrschaft über das Land war es vor allem als Textilproduzent attraktiv. Seit 1973 ist Bangladesch nun unabhängig, wurde am gerade in der Vergangenheit mit seinen Problemen allein gelassen. Gerade die klimatischen Veränderungen mit dem ansteigenden Meeresspiegel und den Monsunen machen dem Staat und insbesondere Dhaka, das an einem Seitenarm des Flusses Dhaleswari liegt, erheblich zu schaffen.
Sehenswert in Dhaka sind die Herrenhäuser aus den vergangenen Jahrhunderten, die Tempel wie der Dhakeshwari-Tempel, einzelne Moscheen und das Lalbagh-Fort. [...mehr]
Das Image von der Arbeiterstadt wird Manchester vermutlich auch in den kommen Jahrzehnten nicht vollständig ablegen
können, zu groß war die wirtschaftliche Dominanz der Stadt zur Zeit der Industriellen Revolution. Trotzdem hat sich Manchester inzwischen erheblich gewandelt und so treffen in der nordenglischen Stadt Vergangenheit und Zukunft aufeinander.
Rund 2,6 Millionen Menschen leben in oder unmittelbar im Einzugsgebiet von Manchester. Sie sind heute vor allem in den modernen Wirtschaftszweigen der Informatik, den Dienstleistungen, an den Hochschulen und im Tourismus beschäftigt. Die eigentliche Zäsur vom Industriestandort zur modernen Wirtschaftsmetropole fand bereits unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg statt, aber die weltweite Berühmtheit erlangte Manchester nun einmal als führender Standort der Textilindustrie. In gängigen Reiseführern wird immer noch gerne auf die legendäre
Vergangenheit der Stadt angespielt und Orte beschrieben, wo man die Schwerpunkte der Produktion gewesen waren. Jedoch haben sich die damaligen Arbeiterquartiere erheblich gewandelt und entpuppen sich als wunderschöne Wohngegenden.
Dass Manchester neben London zu den populärsten Städten Englands gehört, hat die Stadt vor allem den Erfolgen der hier ansässigen Fußballmannschaften Manchester United und Manchester City zu verdanken. Insbesondere ManU ist eine Mannschaft mit hohem Bekanntheitsgrad, wo geniale
Fußballer wie Christiano Ronaldo, Carlos Tevez, Nani oder Rooney unter Vertrag stehen.
Beim Schlendern durch die City begegnen dem aufmerksamen Besucher immer wieder Gebäude, die aus der Glanzzeit der Metropole stammen und die aufwendig restauriert wurden, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Doch manchmal reichen wenige Meter aus, um vor modernen Gebäuden wie der Oper zu stehen.
Die drei Universitäten und die zahlreichen innovativen Firmen verleihen der Stadt irgendwie ein junges und modernes Antlitz. Manchester kann man bei genauer Betrachtung nun wirklich nicht mehr das Image einer Industriestadt anhaften. [...mehr]
Moskau, kaum eine Stadt hat im letzten Jahrhundert so oft das Image gewechselt und so polarisiert wie die russische Hauptstadt.Von der westlichen Seite des eisernen Vorhanges lange Zeit als Hauptstätte des “Bösen” wahrgenommen, präsentierte sich Moskau ab 2000 als Zentrum des Wirtschaftsaufschwungs in Russland.
Austauschprogramme mit deutschen Studenten, Auftritte von Hollywoodstars und nicht zuletzt eine sich neu etablierende Oberschicht: Zumindest an der Oberfläche scheint sich Moskau den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts angepasst zu haben.
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Man könnte jetzt sämtliche Klischees wie Verkehrschaos, laute Märkte und willkürliche Stadtplanung hervorkramen, die einem zu afrikanischen Großstädten einfallen und Juanda (franz. Yaoundé) würde sie alle erfüllen. Jedoch übt die Hauptstadt von Kamerun einen unglaublichen Reiz aus, deren Bestandteil eingangs erwähnte Klischees sind.
Das Zentralafrikanische Land, welches im 19. Jahrhundert eine deutsche Kolonie gewesen war, ist seit 1960 unabhängig,
jedoch fungiert Jaunde bereits seit 1922 als Hauptstadt des Landes. Die Angaben zu den Einwohnerzahlen schwanken zwischen 1,3 und zwei Millionen, wobei selbst eine Volkszählung keine genauen Angaben bringen würde, denn Jaunde ist permanent in Bewegung. Selbst in der gut ausgebauten Innenstadt wechseln in regelmäßigen Abständen die Hausbesitzer, die sich vermutlich nirgendwo registrieren müssen. Besonders angenehm ist das Klima in Jaunde, wo die Jahresmitteltemperatur circa 24 Grad beträgt.
Zwar gibt es auch hier einige Sehenswürdigkeiten wie das Musée d´Art Camerounais, den ehemaligen Präsidentenpalast oder die Kathedrale Notre Dame, aber die eigentliche Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst. Märkte gibt es eigentlich an jeder Ecke, die sich keinesfalls einer Produktgruppe unterordnen. Wer hier nicht handelt, wird immer überteuerte Preise bezahlen, aber diese Erfahrung muss man erst einmal machen. Auch scheinbar günstige Kleidung, die mit einem Label versehen sind, kann man getrost unter Produktpiraterie verbuchen. Nach dem Einkaufen möchte man natürlich in sein Hotel gelangen, was angesichts nicht existierender Verkehrsmittel
eine Herausforderung ist. Taxi fahren darf hier jeder, auch ein Führerschein kann käuflich erworben werden, womit auch das größte Problem des Verkehrs definiert ist, denn richtig Fahren kann hier keiner.
Ebenfalls ein Abenteuer ist der Besuch einer Diskothek und eines Kinos. Da es davon nur sehr wenige gibt, muss man sich manchmal mit einem Stehplatz zufrieden geben. Dafür überraschen einige Restaurants mit wirklich kulinarischen Köstlichkeiten der kamerunischen und französischen Küche.
Geduld und Toleranz sind wichtige Tugenden, die man bei einem Besuch in Jaunde (Kamerun) mitbringen sollte. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, gibt es einfach nicht, aber dafür jede Menge Abenteuer und lustige Menschen. [...mehr]







