Beiträge vom: Juli, 2008
Nachdem sich Millionenstaedte.de schon mal atmosphärisch mit Australien auseinandergesetzt hat, kommen wir nun auf unserem Rundflug am anderen Ende der Welt zu den eigentlichen Highlights - den Städten!
Klar, hier gibt es so viel Natur, dass die meisten Menschen nur am äußersten Rand des Kontinents leben, gerade deswegen aber sind die Städte der zentrale Anlaufpunkt für den Nicht-Australier.
Erster Halt: Brisbane.
Brisbane ist die Hauptstadt vom australischen Staat Queensland und liegt an der mittleren Ostküste Australiens. Die drittgrößte Stadt Australiens bietet dem Touristen eine Menge zu entdecken und ein paar regionale Besonderheiten, auf die es sich zu achten lohnt.
So muss man wissen, dass in Brisbane Wasserknappheit immer wieder ein Thema ist. Es gibt da ein Gesetz, nach welchem man nur vier Minuten duschen darf. Um sich nicht unbeliebt zu machen, sollte man das als Tourist auch befolgen. Ein weiteres No-Go in Brisbane ist, den Wasserhahn laufen zu lassen, während man etwas tut. Und so weiter. Lieber keine Wasserflaschen auf offener Straße ausschütten.
Brisbane bietet eine Vielzahl an interessanten Orten. Im CBD shoppen gehen? In Portside, ehemals Bretts Wharf, herumwandern und vielleicht einen Film in den coolen Kinos anschauen. Überhaupt, die Aussicht genießen und sonnen lässt es sich hier sehr gut. Im Sommer sind Temperaturen von 32 Grad an der Tagesordnung - Badehose einpacken!
Brisbane ist die Hauptstadt der Herzen. Ein “heißer” Kandidat für mein nächstes Urlaubs-Ziel .
Australien ist ein Land, das einem jeden Deutschen vorkommt wie das sprichwörtliche Ende der Welt. Schließlich liegt diese Insel physikalisch gesehen relativ genau auf der anderen Seite der Erdkugel. Australien bringt die Coolness der Amerikaner mit und verwandelt sie mit viel Wüste, Sonne und Strand zu einem eigenen Stil. Einen Polizeistaat hat es da auch nicht. Kurz: Australien scheint perfekt.
Doch wie ist das, wenn man in Australien wirklich leben möchte? Schließlich sind Städte wie Sydney, Brisbane und Melbourne die Ankerpunkte des zivilisierten Lebens - ein Großteil des Landes, welches immerhin so groß ist wie ganz Europa, besteht aus schwer bewohnbarer Wüste.
Also zentriert sich viel auf die Städte. Das führt merkwürdigerweise aber nicht dazu, dass hier besonders hohe Arbeitslosigkeit herrschen würde. Für die Einbürgerung ins Land muss man Geld bezahlen - umgerechnet etwa 2000 Euro. Außerdem sollte man sich bereits vorher um einen Job bewerben.
Über Brisbane, Melbourne und Sydney schreibe ich nochmal extra - das hier war erstmal der Teaser. Down Under gibt es viele urbane Feinheiten zu entdecken, ganz entgegen der landläufigen Meinung, hier wohnten ausschließlich Cowboys und Aboriginees! Also seit gespannt!
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In der Sprache der Massai bedeutet “Engare Nyarobie” soviel wie “Kühler Fluss”. Von diesem Ausdruck leitet sich der Name der 2,8 Millionen Einwohner starken Stadt am Fluss Athi her.
Nairobi ist beides - internationaler Ort des Aufschwungs und Heimat endloser Slum-Bezirke. Über 60 Prozent der Einwohner Nairobis leben im Slum. Schuld an der hohen Armut in der Stadt ist mit auch die glänzende Fassade - von den schönen Hochhäusern und der sauberen Innenstadt angelockt, strömen jedes Jahr viele neue Bewohner nach Nairobi. Doch der Traum vom Glück ist schnell ausgeträumt: Die meisten Leute müssen in die Slums ziehen, weil sie sich die Miete in den besseren Wohngegenden mangels Job nicht leisten können.
Somit bleibt Nairobi eine Stadt der Gegensätze. Hier gibt es eine Universität und einen Nationalpark, einen UN-Sitz und zumindest für Touristen eine Menge zu sehen. Trotzdem: Das Problem der Armut ist hier so überwältigend groß, dass es einfach nicht wegzuignorieren ist. Ich persönlich finde es deswegen schwierig, Nairobi wirklich als Reiseziel für unsereins anzusehen. Natürlich bringt Tourismus Geld ins Land und die Situation der Stadt wird nicht besser, wenn man sie international ignoriert (was ja glücklicherweise auch nicht der Fall ist).
Trotzdem, wirklich gerne besuchen möchte ich Nairobi nicht. Ich käme mir als Rucksacktourist blöd vor, die Menschen in den Slums sehen zu müssen. Und als Gast in einem der Nobelhotels noch blöder. Zwar haben New York und eigentlich alle Großstädte ähnliche Problem - aber sicherlich nicht in diesem Ausmaß.
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Jaja, ich weiß, ein Banausen-Titel. Schließlich vermutet der Italien-Kenner ähnlich wie bei einer Städtereise nach Paris in Mailand Kultur, Kultur und.. wissenswerte Fakten zur italienischen Geschichte.
Alles Quatsch. Mailand ist zu großen Teilen eine Industriestadt.
Oper hin oder her (okay, eins der berühmtesten Opernhäuser der Welt ist hier zu finden…)- aber größtenteils besteht Mailand aus Autobahnen, Autos und zwischen Autobahnen und Autos gequetsche altitalienische Architektur.
Das klingt jetzt viel zu negativ, ich wollte nur anmerken, dass Mailand mitnichten das Italien darstellt, welches von verstaubten Goethe-Fanatikern gepriesen wird. Mailand ist modern!
Die Modenschauen von Mailand sind ebenso weltberühmt wie die eben schon sträflich missachtete Oper. Noch viel wichtiger - für mich - ist aber der Mailänder Fußball. AC Mailand und Inter Mailand sind seit Jahrzehnten DIE Eckpfeiler der italienischen Serie A. Hier haben sich deutsche Stars als Legionäre ihre Lorbeeren verdient - ein Ort mit Geschichte und Tradition ist das Fußballstadium in Mailand also ebenfalls. Die Fußballfans in Italien sind sowieso stark bei der Sache, da können sich die zaghaft jubelnden deutschen Möchtegern-Fans eine dicke Scheibe abschneiden!
Kultur hatten wir, Fußball hatten wir, was fehlt noch? Pizza? Was unterscheidet einen Städtetrip nach Mailand von einer Städtereise nach Barcelona? Natürlich die Pizza. Gegen das Klischee-Nationalgericht der Italiener kommt die spanische Paella meiner bescheidenen Meinung nach nicht an. Was hier an Pizza serviert wird… mmmjam! Und das Eis sowieso. Auf allen kulinarischen Leveln siegt Mailand also ebenfalls.
Worauf wartet ihr noch? Ab zum Reisebüro und gebucht! Zur Zeit ist da unten sogar schönes Wetter…
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Köln haben wir bereits einmal vorgestellt. Weil diese Stadt den Beliebtheitsbonus bekommt, immerhin gibts da Kölsch UND Pils, sind wir uns nicht zu schade, ein zweites Mal auf die heimliche Haupstadt am Rhein hinzuweisen.
Wird über Köln geschrieben, so fängt man normalerweise beim Dom an. Der Kölner Dom kombiniert geschichtliche und repräsentative Funktion. Am Kölner Dom wurde schon gebaut, da haben Eure Eltern noch nicht mal als Gedanken in den Tagebüchern der Ahnen existiert. Vom Kölner Dom haben sich Leute gestürzt, es haben Menschen versucht, den Dom zu zerstören, der Dom ist neben dem Brandenburger Tor das am Häufigsten auf Ansichtskarten abgebildete Wahrzeichen Deutschlands!
Köln ist sozusagen um den Dom herum entstanden. Jeder, der was anderes sagt, lügt. Die gesamtdeutsche Geschichtsschreibung mag anderes sagen, wir Kölner wissen es besser: Am Anfang war der Kölner Dom. Wer das versteht, der versteht Köln ein Stück weit mehr.
Vom Kölner Dom ausgehend, sollte der Kölnbesucher den Weg an den Rhein suchen.
Abends, wenn man aus dem Zug steigt und einem vom Platz vor dem Dom her die besoffenen Ehepaare über den Weg laufen, ist der Rhein der zweite Pflichtpunkt im Besuchsprogramm.
Denn wenn am Anfang der Dom war, dann IST der Rhein sozusagen der Anfang. Kölle ist schließlich “die Stadt am Rhein“. Zur kölschen Dreifaltigkeit fehlt jetzt nur noch das Kölsch.
Wo der Dom den Sohn des heiligen Vaters Rhein darstellt, bietet das Kölsch den Geist, der in der Stadt Köln fast alles beseelt.
Von diesen Eckpunkten kölscher Identität ausgehend, findet sich hier das Leben in vielfältigster Form. Vielleicht liegt es an der Nähe zu Holland, dass die kölnischen Bewohner so offen und freundlich sind? Vielleicht sind es auch bewusstseinserweiternde Gase aus den ganzen Industrieabfällen, die im Rhein schwimmen… Was auch immer es ist, Köln ist in Toleranz, Weltoffenheit und Partykultur ungeschlagen.
Ob CSD Köln oder Rosenmontag in Köln - wer hier feiert, der feiert richtig! Dabei gibt es nicht nur den Christopher Street Day in Köln, nicht nur den Karneval oder andere Straßenumzüge! Musikalisch ist Köln Weltanführer des guten Geschmacks! Hier gibts Summer Jam, hier gibts Huss und Hodn, hier steht sogar eine Philharmonie.
Wenn ich Euch jetzt nicht überzeugt habe, dass der/die/das nächste Weltmeister / Erfinder / Nobelpreisträger / Fußballer des Jahres / Topmodel / Entertainer / Politiker / Künstler aus Köln kommt, dann weiß ich auch nicht.
Können ruhig noch ein paar Leute herziehen, schließlich wollen wir endlich die Millionengrenze knacken!
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