Beiträge vom: Oktober, 2008
Millionenstädte sind nicht einfach nur groß, nein, sie sind auch derzeit besonders attraktiv auf dem deutschen Reisemarkt. Städtereisen – besonders für ein lumpiges, sehr kurzes Wochenende, sollen eine schnelle Kulturspritze verabreichen, die jedoch nur in die Oberflächlichkeit injiziert wird. Wer sich aber einen genauen Plan macht, der schafft den kulturellen Hürdenlauf auch in zwei Tagen
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Erst einmal sucht man sich eine favorisierte Stadt aus. Das ist auch immer eine Frage, was genau man sucht. Sucht man Tradition oder eher modernes Gewusel? Möchte man Werte und architektonische Großartigkeiten oder lieber exklusive Shoppingtour und wilde Partys?
Tropisches Strand- oder rauchiges Kneipenfeeling? [...mehr]
Jeder von uns kennt die Stadt der Engel, in der heute schon morgen ist und das Gestern Lichtjahre entfernt. Eine schnellebige Trendsetterstadt, für die man Jahre mitbringen sollte, um sie kennen zu lernen.
Die zweitgrößte Stadt der USA nach New York beherbergt ca. 3,9 Millonen Menschen, die sich in der flirrenden, chaotischen Großstadt ein Zuhause gesucht haben. In diesem riesigen Ballungsgebiet gibt es jedoch kein Entrinnen, denn richtig strukturiert ist hier gar nichts. Wer ein Stadtzentrum, gar keinen Kern, sucht, der findet höchstens Downtown.
Ein Viertel, in dem geschäftliche Hochhäuser ein bisschen näher aneinander gequetscht wurden.
Der rote Teppich unter den Weltmetropolen wurde am Pazifischen Ozean und am Los Angeles River ausgerollt. Glitzer, Glamour und Pop-Sternchen: Hollywood hat L.A natürlich fundamental mitgeprägt, ist ein gewichtiger Teil von ihr und überstrahlt mit seinem Glanz beinahe den Rest der wuseligen Stadt. Hier kann man nämlich schnell etwas übersehen, da sie auf breiter Fläche verteilt und kaum strukturiert ist. Die längste Straße ist über hundert Kilometer lang. Ein Mietwagen lohnt sich also
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Aber Barbies Glitzerwelt wirft natürlich auch Schatten: Die Kriminalitätsrate ist hier sehr hoch. Besonders mit Jugendbanden hat die Stadt zu kämpfen, die sich gegenseitig regelrecht bekriegen. Umwelt- und Luftverschmutzung sind auch Probleme, die den Einwohnern oft Atemwegserkrankungen in den Lungen bescheren. Wer sich aber davon nicht abhalten lassen will, die Stadt für sich zu erobern, der sollte sich unebdingt das Civic Center anschauen, hier wurden viele Regierungsgebäude vereint. Unter anderem sogar das Rathaus.
Auf jeden Fall sollte man viel Zeit und guten Willen für den Ort dieser Welt mitbringen. Denn das verlangt sie dir ab, willst du sie wirklich kennen lernen und dir nicht nur ein oberflächliches Bild von ihr zeichnen. [...mehr]
Wir alle kennen Bagdad schon aufgrund der ständigen Nachrichten der letzten Jahre. Spätestens als 2003 der Irakkrieg begann, war die Stadt in aller Munde.
Die Hauptstadt des Iraks war natürlich mit seinen 5,3 Millionen Einwohnern ein favorisiertes Ziel der USA, als es darum ging, das Land bei seiner Achillesverse zu treffen. Die Millionenstadt liegt am Fluss Tigris, der sie in zwei Teile spaltet: einmal der östliche Teil Risafa und der westliche Teil Karch.
Gegründet wurde die Stadt im Jahre 762 von abbasidischen Kalifen al-Mansur und bis heute hat sich an dem Status der Hauptstadt des Islams nichts geändert. Sie ist das wirtschaftliche, politische und auch das kulturelle Zentrum des Landes und somit Hauptaugenmerk bei der Kriegsführung der USA, die damals für Furore in der ganzen Welt gesorgt hat.
Aber die fünf Jahre haben leider nicht so viel an der Sicherheit der Stadt geändert. Die Angst klebt noch immer am Apshalt der Straßen und nährt sich an der Wut der inne wohnenden Menschen. Die ständige Bedrohung durch Attentate hetzt einen wie den Fuchs das Kaninchen durch die Stadt, jedes Stehenbleiben bedeutet ein gefährliches Risiko eingehen, denn im toten Esel am Straßenrand könnte Sprengstoff versteckt sein. So passiert es durchaus mal, dass ein Panzer in panischer Hilflosigkeit ein Taxi überrollt. Der Verkehr durch die Innenstadt gleicht mit seinen 130 Stundenkilometern dem Rausch einer Autobahn.
Doch trotz allem ist und bleibt Bagdad eine Künstlerstadt, die schon damals viele werdende Künstler heran gezogen und hervor gebracht hat. Obwohl die Analphabetenenrate - trotz kostenloser, ausgezeichneter Bildungsmöglichkeiten - sehr hoch ist, sind besonders Schriftsteller fasziniert von dem Ort. Der Krieg hat diesem Glanz etwas Mattheit verliehen, auch gerade deshalb, weil viele Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben und somit ihr Zuhause verloren haben. Bei soviel Elend bleibt kaum Luft und Platz für den Atem der Kunst.
Ein weiteres lähmendes Utensiel sind die Medien in Bagdad, denn die sind nach wie vor oftmals zensiert. Der Irak besitzt die unfreieste Presse auf dem gesamten Globus und demzufolge ist Journalismus dort eher ein mächtiges, politisches Werkzeug.
Aus nahe liegenden Gründen warnt die Deutsche Botschaft davor, Bagdad als Tourist zu besuchen. Die Sicherheit ist auch heute noch lange nicht gewährleistet und bevor man einreist, sollte man triftige Gründe dafür aufweisen können.
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Kinshasa ist mit 8, 1 Millionen Einwohnern nach Lagos und Kairo, die drittgrößte Stadt in Afrika. Die Hauptstadt der demokratischen Republik Kongo ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Landes und hat viele Universitäten und Hochschulen.
Der Kongo liegt in Zentralafrika und ist mit 2.345.411 Quadratkilometern mehr als sechs mal so groß wie Deutschland, hat mit 60,7 Millionen Einwohnern dennoch knapp 20 Millionen Einwohner weniger als die Bundesrepublik.
Die Hauptstadt Kinshasa, die während der Kolonialzeit zu Ehren des belgischen Königs, noch Léopoldville genannt wurde, ist im Jahre 1881 gegründet worden. Zur Hauptstadt wurde sie allerdings erst 1923 ernannt, was dem Stadtgebiet ein schnelles Wachstum bescherte. Im Jahre 1960 war Kinshasa bereits die größte Stadt im zentralen Afrika. [...mehr]
Fragt man einen normal gebildeten Europäer nach der Stadt Lahore, wird der wahrscheinlich irritiert den Kopf schütteln. Lahore? Was ist das? Eine Stadt? Achso?
Lahore ist eine der unbekannten unter den berühmten Metropolen. Das ist erstaunlich, denn Lahore ist die zweitgrößte Stadt in Pakistan und mit seinen acht Millionen Einwohnern aus der Liste der ganz großen Mitmischer dieser Welt nicht wegzudenken. Trotzdem ist und bleibt Lahore eine der unsichtbaren und wird meistens erst mit dem Wort ,,Pakistan” interessant.
Denn wer Pakistan hört, dem stellen sich erst einmal die Nackenhaare auf. Schlagzeilen aus den Nachrichten fluten spontan den Kopf, wenn man von dem Land hört. Terrorismus, Krieg, Konservatismus. Alles Worte, die mittlerweile sehr eng mit diesem Land verknüpft sind. Schade eigentlich, denn Lahore hat weitaus mehr zu bieten als das kriegsfreudige Gesicht, welches die Medien gerne zeichnen.
Die Stadt, die am Ravi-Fluss liegt, hat sich wie die meisten Großstädte dieser Welt, den westlichen Gepflogenheiten angepasst. Lahore ist quasi der Rocker unter den Städten
. Diese Musikrichtung ist hier beinahe polarisierend, stark geprägt von westlichen Rockbands hängen die Lahorer sich begeistert an und schaffen eine eigene kleine rockige Subkultur. Ein weiterer Faktor, den die Ortschaft immer weiter nach vorne treibt, ist der anhaltende Bildungsboom. Zahlreiche Universitäten und Hochschulen sprießen fast wie Unkraut aus den Böden, es gibt studierte Anwältinnen, Ärztinnen und Professorinnen. Und all das ganz ohne Kopftuch, sondern in ausgefransten Levis-Jeanshosen und Nike-Turnschuhen.
Doch neben all der Modernität kann man den wahren Kern in den Vorurteilen leider nicht rausschneiden. Natürlich ist Lahore auch sehr konventionell, die Kopftücher gibt es immer noch und auch werden junge Frauen an viel zu alte Männer verheiratet. Die Anschläge aus den Nachrichten sind oftmals auch keine Ergebnisse aus einer Märchenstunde, sondern oft bittere Realität. Aber trotzdem sollte man sich nicht scheuen, die Stadt für sich entdecken zu wollen, denn trotz allem ist Lahore noch eine der harmloseren Ortschaften in ganz Pakistan. Und sehr um tolerante Offenheit bemüht, die man ruhig mal entlohnen sollte
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Jeder meint, sie zu kennen und sie beschreiben zu können. Die riesige, berühmte Metropole ist aus der modernen, westlichen Welt nicht mehr wegzudenken. Trendsetter, Studenten und Fans pilgern in die Großstadt, um sich vom Zauber färben zu lassen, den die Stadt diffus zu umschweben scheint.
Hongkong ist ein Inbegriff für bunte, flatternde Bilder im Kopf, chaotisches Gewusel mit traditionellen Wurzeln und einer atemberaubenden, schnelllebigen Welt. “City of Live” nennen ihre Bewohner sie deshalb auch, denn in dem Versuch, den Osten mit dem Westen zu vereinbaren, haben die Chinesen einen besonders schnellen Atem entwickelt, wenn es um Trends und technische Entwicklungen geht. [...mehr]
Sydney ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales und ist mit 3,64 Millionen Einwohnern die größte Stadt Australiens.
In einem Seitenarm des Pazifiks gelegen, wurde das heutige Stadtgebiet vor ungefähr 40 000 Jahren von den Aborigines bevölkert. Bis zum Beginn der Kolonisation lebten ungefähr drei Stämme mit 4.000 bis 8.000 Menschen hier.
Capitän James Cook verzeichnete die Botany Bay und die Einfahrt zum Port Jackson zum ersten Mal 1770 in seinen Karten. Am 26. Januar 1788 legte die französische Expedition von Jean-Francois de La Pérouse ebenfalls an der Botany Bay an, errichtete an der Sydney Cove ihre Kolonie und bauten eine Sträflingsstation auf, die für die Bevölkerung allerdings schlimme Folgen hatte. Die Einschleppung von Masern und Pocken verringerte die Bevölkerungszahl um ein Vielfaches und die Überlebenden mussten sich der englischen Herrschaft untergeben. [...mehr]








