Ein Spaziergang durch New York

Autor: Julia

Ein neuer Trend erreichte mich vor kurzem. Eine Freundin plant ihren Aufenthalt in New York, möchte mal ausbrechen, was ungewöhnliches erleben. Sie und ihr Freund werden im Herbst nach New York fliegen, nicht, um zu urlauben, sondern um zu spazieren!

New York

New York, New York! © Flickr/Akkku

Wie bitte, werdet ihr euch jetzt fragen, genau wie ich. Ich fand die Vorstellung, durch diese riesige Metropole zu Fuß zu marschieren, ziemlich abschreckend. Da hock ich doch lieber im Taxi und lass mich dekadent durch die Straßen kutschieren, um mir alles anzusehen ;-) .

Aber tatsächlich ist das jetzt ein neuer Trend. Viele nehmen sich vor, sich gutes Schuhwerk anzulegen und New York zu Fuß zu erkunden. Warum? Weil sie keine Touristen sein wollen. Weil sie sich die Standartreise unternehmen wollen. Sie wollen dieselbe dreckige Luft atmen, mit den New Yorkern an den Straßenecken Kaffee trinken, wollen auf dieselben Partys gehen und auch die gefährlichen Hintergassen kennen lernen. Sie wollen kein Tourist, sie wollen für eine kurze Zeit New Yorker sein.

So eine Reise sieht dann in der Regel so aus: Man kaufe sich gute Schuhe, wie gesagt, ein Flugticket und packe sich einen Rucksack mit einigen wichtigen Habseligkeiten. In New York angekommen zieht man dann seine Siebenmeilenstiefel an und - geht los. Eben so. Man geht durch die Straßen, geht zum Einkaufen und sucht sich zu Fuß eine günstige Bleibe zum Übernachten. Kein Mietwagen, kein Taxi - wer zu Fuß geht, sieht mehr von der Welt. Und erlebt auch mehr.

Ich finde diesen Trend irgendwie seltsam, um ehrlich zu sein. Es klingt nach diesem ganzen “New Age” Mist, der zeitweise ja auch so modern gewesen ist. Da kann man ja auch auf dem Jakobsweg pilgern gehen, oder wie seht ihr das…? Aber über dieses Thema wurde ja auch hier schon gebloggt.



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