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In der Sprache der Massai bedeutet “Engare Nyarobie” soviel wie “Kühler Fluss”. Von diesem Ausdruck leitet sich der Name der 2,8 Millionen Einwohner starken Stadt am Fluss Athi her.
Nairobi ist beides - internationaler Ort des Aufschwungs und Heimat endloser Slum-Bezirke. Über 60 Prozent der Einwohner Nairobis leben im Slum. Schuld an der hohen Armut in der Stadt ist mit auch die glänzende Fassade - von den schönen Hochhäusern und der sauberen Innenstadt angelockt, strömen jedes Jahr viele neue Bewohner nach Nairobi. Doch der Traum vom Glück ist schnell ausgeträumt: Die meisten Leute müssen in die Slums ziehen, weil sie sich die Miete in den besseren Wohngegenden mangels Job nicht leisten können.
Somit bleibt Nairobi eine Stadt der Gegensätze. Hier gibt es eine Universität und einen Nationalpark, einen UN-Sitz und zumindest für Touristen eine Menge zu sehen. Trotzdem: Das Problem der Armut ist hier so überwältigend groß, dass es einfach nicht wegzuignorieren ist. Ich persönlich finde es deswegen schwierig, Nairobi wirklich als Reiseziel für unsereins anzusehen. Natürlich bringt Tourismus Geld ins Land und die Situation der Stadt wird nicht besser, wenn man sie international ignoriert (was ja glücklicherweise auch nicht der Fall ist).
Trotzdem, wirklich gerne besuchen möchte ich Nairobi nicht. Ich käme mir als Rucksacktourist blöd vor, die Menschen in den Slums sehen zu müssen. Und als Gast in einem der Nobelhotels noch blöder. Zwar haben New York und eigentlich alle Großstädte ähnliche Problem - aber sicherlich nicht in diesem Ausmaß.
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Obwohl Alexander der Große die berühmteste seiner Namen tragenden Städte lebendig zu Gesicht bekommen hatte, entwickelte sich die Metropole in Ägypten im Norden Afrikas im Laufe der Jahrhunderte äußerst prächtig.
Bereits vor der Stadtgründung durch Alexander den Großen lebten Menschen am Nil-Delta, aber erst mit der Legitimation durch den Heerführer schienen die Menschen das Stadtgebiet an Attraktivität gewonnen zu haben. Die Legende, wonach die Gebeine Alexanders hier irgendwo begraben liegen sollen, nährte die Berühmtheit von Alexandria. Eigentlich wollte Alexander das so mystische Land militärisch vor den Syrern und
seinem Heer einen Meereszugang sichern, dass hieraus eine lebendige Metropole mit über drei Millionen Einwohnern entwickeln würde, hätte er vermutlich niemals erwartet.
Die Bibliothek von Alexandria ist heute ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen, dabei unterläuft vielen Besuchern der Stadt jener verhängnisvolle Fehler, dass es sich hierbei um die berühmte Bibliothek handele. Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahr 2002 und steht nur symbolische für das antike Vorbild, das einst mit über 700.000 Schriftrollen die
größte Bibliothek der Welt gewesen war. Gelehrte wie Euklid oder Ptolemäus waren Schüler der berühmten Alexandrinischen Schule, die auf den Schriften der Bibliothek basierten. In welcher Zeit sie kriegerischen Handlungen zum Opfer fiel, ist bei Historikern umstritten.
Die Stadt selbst ist ein wahres Denkmal der Kulturgeschichte, so kann man Gebäude aus fast allen Epochen der Stadtgeschichte finden. Moscheen, antike Theater und Kultstätten, schöne Parks, Museen und andere Sehenswürdigkeiten bestimmen das Stadtbild. Ein Aufenthalt in Alexandria bedeutet den Eintritt in eine völlig andere Welt.
Übrigens ist Alexandria auch ein beliebter Ausgangspunkt für Nilwanderungen oder Nilkreuzfahrten. [...mehr]
Man könnte jetzt sämtliche Klischees wie Verkehrschaos, laute Märkte und willkürliche Stadtplanung hervorkramen, die einem zu afrikanischen Großstädten einfallen und Juanda (franz. Yaoundé) würde sie alle erfüllen. Jedoch übt die Hauptstadt von Kamerun einen unglaublichen Reiz aus, deren Bestandteil eingangs erwähnte Klischees sind.
Das Zentralafrikanische Land, welches im 19. Jahrhundert eine deutsche Kolonie gewesen war, ist seit 1960 unabhängig,
jedoch fungiert Jaunde bereits seit 1922 als Hauptstadt des Landes. Die Angaben zu den Einwohnerzahlen schwanken zwischen 1,3 und zwei Millionen, wobei selbst eine Volkszählung keine genauen Angaben bringen würde, denn Jaunde ist permanent in Bewegung. Selbst in der gut ausgebauten Innenstadt wechseln in regelmäßigen Abständen die Hausbesitzer, die sich vermutlich nirgendwo registrieren müssen. Besonders angenehm ist das Klima in Jaunde, wo die Jahresmitteltemperatur circa 24 Grad beträgt.
Zwar gibt es auch hier einige Sehenswürdigkeiten wie das Musée d´Art Camerounais, den ehemaligen Präsidentenpalast oder die Kathedrale Notre Dame, aber die eigentliche Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst. Märkte gibt es eigentlich an jeder Ecke, die sich keinesfalls einer Produktgruppe unterordnen. Wer hier nicht handelt, wird immer überteuerte Preise bezahlen, aber diese Erfahrung muss man erst einmal machen. Auch scheinbar günstige Kleidung, die mit einem Label versehen sind, kann man getrost unter Produktpiraterie verbuchen. Nach dem Einkaufen möchte man natürlich in sein Hotel gelangen, was angesichts nicht existierender Verkehrsmittel
eine Herausforderung ist. Taxi fahren darf hier jeder, auch ein Führerschein kann käuflich erworben werden, womit auch das größte Problem des Verkehrs definiert ist, denn richtig Fahren kann hier keiner.
Ebenfalls ein Abenteuer ist der Besuch einer Diskothek und eines Kinos. Da es davon nur sehr wenige gibt, muss man sich manchmal mit einem Stehplatz zufrieden geben. Dafür überraschen einige Restaurants mit wirklich kulinarischen Köstlichkeiten der kamerunischen und französischen Küche.
Geduld und Toleranz sind wichtige Tugenden, die man bei einem Besuch in Jaunde (Kamerun) mitbringen sollte. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, gibt es einfach nicht, aber dafür jede Menge Abenteuer und lustige Menschen. [...mehr]





