» Hauptstädte
Heute geht unsere elektronische Reise ins ferne Indien. Hier, wo die Exotik in unseren Köpfen blüht und gedeiht, gibt es allerhand Städte, die zu besichtigen es sich lohnt.
Deshalb entführe ich euch heute nach Kolkata, der Hauptstadt des Bundesstaates West Bengalen. Bei ihren fünf Millionen Einwohnern denkt man schnell an die üblichen Metropol-Probleme wie Landflucht, Dreck oder lautes Gehupe aufgrund eines chaotischen Verkehrszustandes. Aber weit gefehlt. Kolkata ist der Inbegriff für Sittigkeit. Für Kultur. Und für den erhabenen Spaß. [...mehr]
Mumbai erzittert noch unter den Nachwehen der terroristischen Anschläge, die die indische Gesellschaft - und auch den Rest der Welt - ins blanke Entsetzen stürzt.
Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel über das protzige Gesicht Mumbais. Hier wird immerhin Bollywood geboren - kitschiges Filmerlebnis pur. Aber diese spezielle indische Szene ist auf dem Globus mittlerweile so berühmt und beliebt, dass sich jeder etwas unter diesem - von Hollywood abgekupferten - Begriff vorstellen kann. [...mehr]
Und wieder betrete ich mentales Minenfeld, indem ich mit euch zum fernen Iran - zumindest gedanklich - marschiere. Aber keine Bange, auch in einer, global gesehen, wütenden Stadt wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Denn auch der Iran ist ein Land, welches die meisten wohl nur aus den bedrückenden Abendnachrichten kennen dürften. Dabei ist seine Hauptstadt eine ziemlich entrückte, irgendwie niedlich, trotz allem. Oder vielleicht genau deshalb?
Denn was die Nachrichten nicht können, schafft der subtile Eindruck allemal: bewahrheiten. [...mehr]
Bei unserem heutigen mentalen Ausflug in eine der Weltmetropolen sollten wir das Regencape nicht vergessen: Jakarta macht der historischen Geschichte von Atlantis alle Ehre.
Jakarta. Erst einmal gehört sie mit seinen siebzehntausend Inseln zu dem größten Inselstaat überhaupt. Wobei auf Java mehr als die Hälte der Bevölkerung lebt. Die Stadt steht seinen Konkurrenten jedoch in nichts nach: hohe Bevölkerungsrate, stockende Infrastruktur, Umweltverschmutzung und Marginalsiedlungen gehören zu der Metropole. Aber Moment mal… eigentlich ist ,,Stadt” das falsche Wort. Im Grunde genommen hat die Metropole nämlich den Status einer Provinz und wird deshalb auch von einem Gouverneur regiert! [...mehr]
Wir alle kennen Bagdad schon aufgrund der ständigen Nachrichten der letzten Jahre. Spätestens als 2003 der Irakkrieg begann, war die Stadt in aller Munde.
Die Hauptstadt des Iraks war natürlich mit seinen 5,3 Millionen Einwohnern ein favorisiertes Ziel der USA, als es darum ging, das Land bei seiner Achillesverse zu treffen. Die Millionenstadt liegt am Fluss Tigris, der sie in zwei Teile spaltet: einmal der östliche Teil Risafa und der westliche Teil Karch.
Gegründet wurde die Stadt im Jahre 762 von abbasidischen Kalifen al-Mansur und bis heute hat sich an dem Status der Hauptstadt des Islams nichts geändert. Sie ist das wirtschaftliche, politische und auch das kulturelle Zentrum des Landes und somit Hauptaugenmerk bei der Kriegsführung der USA, die damals für Furore in der ganzen Welt gesorgt hat.
Aber die fünf Jahre haben leider nicht so viel an der Sicherheit der Stadt geändert. Die Angst klebt noch immer am Apshalt der Straßen und nährt sich an der Wut der inne wohnenden Menschen. Die ständige Bedrohung durch Attentate hetzt einen wie den Fuchs das Kaninchen durch die Stadt, jedes Stehenbleiben bedeutet ein gefährliches Risiko eingehen, denn im toten Esel am Straßenrand könnte Sprengstoff versteckt sein. So passiert es durchaus mal, dass ein Panzer in panischer Hilflosigkeit ein Taxi überrollt. Der Verkehr durch die Innenstadt gleicht mit seinen 130 Stundenkilometern dem Rausch einer Autobahn.
Doch trotz allem ist und bleibt Bagdad eine Künstlerstadt, die schon damals viele werdende Künstler heran gezogen und hervor gebracht hat. Obwohl die Analphabetenenrate - trotz kostenloser, ausgezeichneter Bildungsmöglichkeiten - sehr hoch ist, sind besonders Schriftsteller fasziniert von dem Ort. Der Krieg hat diesem Glanz etwas Mattheit verliehen, auch gerade deshalb, weil viele Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben und somit ihr Zuhause verloren haben. Bei soviel Elend bleibt kaum Luft und Platz für den Atem der Kunst.
Ein weiteres lähmendes Utensiel sind die Medien in Bagdad, denn die sind nach wie vor oftmals zensiert. Der Irak besitzt die unfreieste Presse auf dem gesamten Globus und demzufolge ist Journalismus dort eher ein mächtiges, politisches Werkzeug.
Aus nahe liegenden Gründen warnt die Deutsche Botschaft davor, Bagdad als Tourist zu besuchen. Die Sicherheit ist auch heute noch lange nicht gewährleistet und bevor man einreist, sollte man triftige Gründe dafür aufweisen können.
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Wer in Lagos vorwärts kommen will, sollte sich auf sechs Stunden Wartezeit gefasst machen.
Denn in der größten Stadt Nigerias herrscht Dauerstau: Bis zu sechs Stunden muss ein Berufspendler manchmal einfach nur auf den Straßen warten. Bis 1991 war die hupende Metropole noch die Hauptstadt in Nigeria und liegt an der Küste des Golfs von Guinea.
Mit ihren drei Häfen ist sie natürlich wirtschaftliches Zentrum und viele, viele Menschen erhoffen sich ihr kleines Stückchen vom Brot, wenn sie zu zehntausenden in die Stadt pilgern. Da wird dann auch gern einmal unter Brücken geschlafen bzw. wer ,,Glück” hat, findet ein neues Zuhause in den hunderten herunter gekommenen Slums in der Stadt.
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Wer in Kairo überleben will, braucht gute Lungenflügel und die Bereitschaft, dem Tode jederzeit ins Auge blicken zu müssen.
Nicht nur die Infrastruktur in Kairo ist desaströs - eigentlich ist auch der ganze Rest eine pulsierende, kreischende Zumutung. ,,Immerhin stammen wir von den Pharaonen ab” - darauf fundiert das grenzenlose Selbstbewusstsein der Kairoaner, die hier jeden Tag um ihr Überleben kämpfen und dabei rauchend gelassen die Schultern zucken. [...mehr]
Eine alte Stadt entdeckt ihre zweite Pupertät!
Seoul fungiert in Südkorea nicht nur als Hauptstadt, sondern auch als politisches, ökonomisches und kulturelles Zentrum.
In dem Versuch, die dreitausend Jahre alte Geschichte mit der neuen, schnelllebigen Zeit zu verbinden, vollführt die vielseitige Stadt einen regelrechten Spagat: Alte Tempel sammeln ihren Staub neben luftigen, riesigen Gebäuden, die hähmisch grinsend an den Wolken kratzen, während man als Tourist gar nicht weiß, worauf man sich zuerst konzentrieren soll: Auf die Relikte der Steinzeit, die man hier noch finden kann oder aber auf die Faszination Moderne, die die Stadt wie eine Faltencreme aufgetragen und nun für sich eingenommen hat.
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Wer in eine Weltmetropole möchte, muss nicht gleich auf die andere Erdkugelhälfte… man kann ja auch mal nach Wien fahren!
Wien ist die Bundeshauptstadt von Österreich und hat einen ganz eigenen, sturen Charakter, der aber mit seinem Charme die Eigenwilligkeit sogleich wieder wett macht.
Die Stadt besteht aus dreiundzwanzig Bezirken und besitzt eine wirklich sehenswerte historische Altstadt.
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Wer nichts gegen viel Dreck hat und sich auch vor Gangstern nicht fürchtet, sollte vielleicht einmal zu der Hauptstadt der Philippinen reisen.
Manila bildet der Hauptknotenpunkt der Philippinen und liegt auf der Insel Luzón und wird hauptsächlich von dem Volk der Tabalog bewohnt. Die offizielle Sprache ist Englisch, doch auf dem normalen Pflaster kommt man damit nicht weit, denn dort wird hauptsächlich taglisch gesprochen… eine Mischung aus Tabalog und Englisch. [...mehr]












